Freiberuflerpraxis - Die Finanzierung

 

Kapitalbedarf

Nicht selten wird der Kapitalbedarf für die Übernahme eines Unternehmens unterschätzt. Nehmen Sie sich daher ausreichend Zeit, um die Finanzierung Ihrer Unternehmensnachfolge in Ruhe zu planen. Nutzen Sie auch das Know-how der Kammern bei der Wertermittlung des Unternehmens.

 

Fi­nanz­pla­nung

Ziel der Fi­nanz­pla­nung ist es, In­ves­ti­tio­nen zu pla­nen und zu fi­nan­zie­ren, die Li­qui­di­tät des Un­ter­neh­mens si­cher­zu­stel­len und die Ren­ta­bi­li­tät des Un­ter­neh­mens zu er­rei­chen. BM­Wi und KfW un­ter­stüt­zen Sie bei Ih­ren Vor­be­rei­tun­gen.

 

Kauf­preis er­mit­teln

Bei der Kauf­prei­ser­mitt­lung spie­len nicht nur der Un­ter­neh­mens­wert bzw. die be­trieb­li­chen Fak­to­ren ei­ne wich­ti­ge Rol­le, son­dern auch au­ßer­be­trieb­li­che Fak­to­ren.

 

Unternehmenswert ermitteln

Die Ermittlung des Unternehmenswertes und -preises im Rahmen einer Unternehmensnachfolge muss sehr sorgfältig und für alle Beteiligten nachvollziehbar vonstattengehen. Es sollte frühzeitig ein Berater der Kammer, ein Unternehmensberater, ein Wirtschaftsprüfer und/oder ein kompetenter Makler hinzugezogen werden, wenn der Käufer nicht selbst "vom Fach" ist. Um den Einstieg in die Verhandlung zu erleichtern, gehen beide von einer Verhandlungsbasis aus. Diese lässt sich über verschiedene Wege ermitteln:

 

Vergleichswertverfahren: Was kosten die anderen?

In Branchen, in denen Unternehmensübertragungen vergleichbarer Unternehmen häufig sind z.B. freiberufliche Praxen, Gastronomie-Betriebe, werden als Verhandlungsbasis meist die Preise bisheriger Transaktionen herangezogen. Die Daten werden dabei von branchengleichen Unternehmen herangezogen, die ähnliche oder fast deckungsgleiche Kennziffern aufweisen.

  • Unternehmensgröße
  • Zusammensetzung der Vermögensbestandteile und der Kapitalstruktur
  • Rechtsform
  • Kundenstruktur
  • Qualifikation und Gehaltsniveau der Mitarbeiter
  • Diversifikationsgrad
  • Käuferkreis
  • Region

 

Ertragswertmethode: „Wie viel Gewinn erwirtschaftet das Unternehmen in Zukunft?“

Durch langjährige Anwendung bei der Bewertung von Unternehmen ist dieses Verfahren auch durch die Rechtsprechung anerkannt. Im Vordergrund steht die zukünftige Ertragskraft des Unternehmens. Die Kernfrage ist: Wie hoch darf der Kaufpreis sein, damit der erwirtschaftete Gewinn eine angemessene Verzinsung darstellt? Entscheidend ist also die zukünftige Ertragskraft (i.d.R. für die folgenden fünf Jahre) einer Unternehmung, damit der Nachfolger aus den Erträgen nicht nur die im Unternehmen erforderlichen Investitionen, sondern auch seine Zins- und Tilgungszahlungen (Kapitaldienst) aus dem Kauf der Unternehmung finanzieren kann.

   Bewertungen in Deutschland basieren häufig auf dem Standard „Grundsätze zur Durchführung von Unternehmensbewertungen“ (IDW S 1), den das Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) entwickelt hat. Danach ergibt sich der Unternehmenswert aus den finanziellen Erträgen, die bei Fortführung des Unternehmens und Veräußerung des nicht betriebsnotwendigen Vermögens erwirtschaftet werden. Auf welche Weise insbesondere kleine und mittlere Unternehmen den IDW S 1 Standard anwenden können, erläutern die Bundessteuerberaterkammer (BStBK) und das IDW in „Hinweise der Bundessteuerberaterkammer zu den Besonderheiten bei der Ermittlung eines objektivierten Unternehmenswerts kleiner und mittelgroßer Unternehmen“.

 

Vereinfachtes Ertragswertverfahren

Für die steuerliche Bewertung, zum Beispiel für Erbschaft und Schenkungssteuerzwecke, greift das vereinfachte Ertragswertverfahren im Sinne des Bewertungsgesetzes (BewG). Dabei werden zunächst die nicht betriebsnotwendigen Vermögensteile (z.B. stillgelegte Anlagen, Wertpapiere, Wohngebäude) herausgelöst und mit dem Verkehrswert bewertet und später zum Ertragswert addiert. Dieser Ertragswert wird im zweiten Schritt auf der Grundlage des betriebsnotwendigen Vermögens ermittelt. Grundlage ist der Durchschnittsertrag der vergangenen drei Jahre. Der so ermittelte Durchschnittsertrag wird mit einem Zinssatz kapitalisiert (verzinst).

 

Es gibt zwar eine Reihe von Methoden, um den Wert von Unternehmen zu ermitteln, es gibt aber kein für alle Unternehmen und Branchen einheitliches Verfahren. Wann welches Bewertungsverfahren angewendet werden soll, hängt vom Bewertungszweck, der Unternehmensgröße und vom vorhandenen Datenmaterial ab. Welche Bewertungsmethode letztlich im konkreten Fall angewandt wird, entscheidet letztlich der Markt. Die Handwerks-, Industrie- und Handelskammern, berufsständischen Kammern und Branchenverbände informieren mit Kennzahlen und Hinweisen über branchenübliche Verfahren.

 

Zah­lungs­mo­da­li­tä­ten

Sie kön­nen ein Un­ter­neh­men ge­gen ei­ne Ein­mal­zah­lung, Ra­ten- oder Ren­ten­zah­lung ver­kau­fen bzw. kau­fen.

 

Bank­ge­spräch

 

För­der­kre­di­te und Bank­kre­di­te müs­sen bei der Haus­bank be­an­tragt wer­den. Je bes­ser Sie vor­be­rei­tet sind, de­sto grö­ßer sind Ih­re Chan­cen, das zu be­kom­men, was Sie er­rei­chen wol­len.

 

För­der­da­ten­bank des Bun­des

Die För­der­da­ten­bank bie­tet Ih­nen ei­nen kla­ren und voll­stän­di­gen Über­blick über die För­der­pro­gram­me des Bun­des, der Län­der und der Eu­ro­päi­schen Uni­on.

 

 

Quelle und weiterführendes nexxt-change.org

 

 

 

 

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